Das Triple ist voll – Bad Skid gewinnt erneut die Deutsche Meisterschaft

Liebe Freunde der Scheibe,


Footblockneben mir flitzen Autos vorbei, links die schnellen, rechts die langsamen. Wir sind gerade auf der A5 unterwegs. Hier kenne ich mich aus, weil ich schon zum dritten Mal auf dieser Strecke von Frankfurt in Richtung Heilbronn fahre. Die Stimmung hier im Auto ist gut es wird gelacht und gesungen. Ich verstehe kein Wort, aber das ist auch egal. Ich freue mich, dass ich wieder mit meinen Freunden von „Bad Skid“ nach Hause fahren darf. Die Jungs haben auch dieses Jahr wieder die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Während hier die Party schon in vollem Gange ist, erzähle ich euch mal wie es dazu kam.


Am Freitagmorgen ging es um 10.45 Uhr los mit dem ersten Spiel gegen MUC aus München. Vom Warmup habe ich nicht viel mitbekommen, weil ich um diese Uhrzeit üblicherweise noch schlafe, aber die Jungs waren hoch motiviert. Dass dieses Spiel direkt richtungsweisend für den Ausgang der Gruppe sein würde, war in den Gesichtern der Spieler zu sehen. Mit diesem Fokus ging es dann in die erste Halbzeit, in der sowohl die O-Line, als auch die D-Line von Bad Skid direkt zeigten in welche Richtung dieses Spiel gehen sollte. Die Offense leistete sich nur einen einzigen Scheibenverlust, der jedoch prompt wieder ausgebügelt wurde, während die D-Line immer wieder für Breaks sorgen konnte. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild kaum, denn obwohl es den Münchnern gelang, mit ihrer Zonenverteidigung etwas mehr Druck aufzubauen, gelang es Bad Skid immer wieder zu punkten. Am Ende war das Ergebnis 15:8. Schon während dem Line-up machten Brechi und ich uns auf den Rückweg zum Basecamp.


Von dort aus brachen wir dann 2 Stunden später wieder auf, um uns das Spiel der Jungs gegen FrankN anzuschauen. Auch dieses Spiel schien sehr wichtig zu sein. Auch ich habe schon einiges von FrankN gehört, obwohl ich sie noch nicht persönlich kenne. Das Spiel verlief am Anfang etwas hektisch mit Fehlern auf beiden Seiten, doch ab dem 2:2 konnte Bad Skid diese Fehler weitestgehend abstellen. Unerwarteter Weise gelang das der Mannschaft aus Franken nicht und so stand es relativ schnell 11:4. Doch die FrankN gaben sich nicht einfach so geschlagen und nutzen eine kurze Schwächephase mit einigen einfachen Fehlern von Bad Skid prompt aus und bestraften die Jungs mit 2 Breaks. Das reichte jedoch am Ende nicht aus und so ging auch das zweite Spiel des Tages mit 15:8 an meine Freunde aus dem Unterland.


Für den Abend hatte das Food-Team einen Tisch in einem türkischen Restaurant reserviert. Das ist aber nichts für mich, weil seit ich zum Frisbee gekommen bin, habe ich mit Essen eigentlich nicht mehr viel zu tun. Als das Team am späten Abend wieder zurück kam, legten sich alle gleich schlafen. Das Essen wird wohl gut gewesen sein.


Am nächsten Morgen wäre ich am liebsten erst gar nicht aufgestanden, denn draußen regnete es stark. Dummerweise weckte uns ein Mann, der wohl alle Spieler zu kennen schien. Leider mussten wir die Halle verlassen, weil dort ein Handballturnier stattfinden sollte. Also gings zum Frühstück und dann zu den Plätzen wo den Jungs ein Warmup im Regen bevorstand. Ich wundere mich jedes Jahr wieder, was die Spieler alles auf sich nehmen, nur um mich mit nach Hause nehmen zu dürfen. Ich schaute mir das Spiel gegen Hardfisch aus Hamburg jedenfalls aus dem Trockenen an. Man sollte meinen, dass diese Witterungsbedingungen den Hamburgern eher liegen würden als Bad Skid, doch das Wetter wurde nicht zur zentralen Rolle in diesem Spiel. Viele sehr untypische Fehler von Hardfisch und ein solides Spiel von Bad Skid brachten letztlich einen unerwartet deutlichen Sieg für Bad Skid ein.


Am Nachmittag stand dann noch ein vergleichsweise unwichtiges Spiel gegen die Stuttgarter statt. Beide Mannschaften konnten nicht mehr viel an ihrer Position in der Tabelle ändern, doch in diesem Südderby ging es auch um Prestige. Hin und wieder gelang es den Stuttgartern die Zonenverteidigung von Bad Skid zu umspielen und zu Punkten, doch die Fehler der 7 Schwaben bestraften die Jungs aus der D-Line konsequent. Weil auch die O-Line ein ordentliches Spiel machte endete das Spiel relativ undramatisch mit 15:9. Als ich mich gerade auf den Weg zum Brechi-Golfen machen wollte, entdeckte ich jedoch auf einem anderen Spielfeld etwas Unerwartetes: Heidelberg musste sich der starken Mannschaft aus Aachen geschlagen geben und verwies somit die Heidees auf Platz 2 in der Gruppe.


Kreis DM 13Das änderte ein wenig die Erwartungen für den Verlauf des Sonntags. Nun stand das Duell gegen Heidelberg also schon im Halbfinale auf dem Programm. Weil ein Großteil von mir aus Metall ist und das ganze Team unter Strom stand, konnte ich also auch an diesem Abend nicht mit zum Essen und musste in der Halle bleiben. Es hieß die Portionen seien sehr groß gewesen. Doch nicht so groß wie das Spiel am kommenden Morgen.


Zu den Heidelbergern muss man eigentlich nicht sehr viele Worte verlieren. Schon zweimal waren sie kurz davor mich zu entführen. Auch dieses Jahr stand also wieder ein vielversprechendes Duell der beiden Top Teams auf dem Programm, wenn auch zu einer ungewohnten Zeit. Für Bad Skid verlief trotz höchster Konzentration das Spiel anfangs nicht nach Plan. Die Heidelberger setzten die O-Line kräftig unter Druck und konnten früh einen Break holen, während die D-Line von Bad Skid noch nicht ins Spiel fand. In der Halbzeit hieß es dann alles aus sich herauszuholen. Die Jungs kämpften und arbeiteten nur für mich doch es half nichts. Heidelberg schien die bessere Mannschaft zu sein. Beim 12:9 verabschiedete ich mich schon innerlich von meinen Freunden, doch ich war zu voreilig. Ein Time-Out änderte alles. Der O-Line gelang das 12:10, die Jungs kamen an die Sideline, bereit gleich wieder aufs Feld zu müssen. Doch sie hatten ihren letzten Punkt bereits gespielt. Die D-Line setzte nun alles auf eine Karte und holte eine Scheibe nach der anderen. Punkt für Punkt fiel nun auf Seiten von Bad Skid und plötzlich sahen sich die Heidelberger mit dem Rücken zur Wand und mussten ein fast schon gewonnen geglaubtes Spiel am Ende doch noch verloren geben. Am Ende stand ein 15:12 auf dem Scoreboard und Bad Skid im Finale.


Ein Finale mit neuem Gegner. Dieses Mal waren es die Frizzly Bears aus Aachen, die – erneut im Universe Point – gegen München gewinnen konnten. Dass die Aachener gerne mal einen Spaß mitmachen, haben sie schon vor einiger Zeit bei meiner „Entführung“ unter Beweis gestellt, doch das Finale sollte alles andere als ein Spaß werden. Die harte Mannverteidigung von Bad Skid setzte die Aachener immer wieder vor große Probleme und so fing ein ums andere Mal ein Spieler im roten Finaltrikot die Scheibe in der Endzone. Trotz großem kämpferischen Einsatzes reichte es für Aachen am Ende nur für 6 Punkte und damit Platz 2.


DM mit PokalNach der Siegerehrung war die Stimmung bei Bad Skid natürlich großartig. Alle reckten mich in die Höhe. Ein Spieler hat dabei sogar laut geschrien und sich sehr gefreut. Den habe ich noch nicht gekannt, aber er hat mich mit einem Stuttgarter Akzent liebevoll begrüßt. Unter die Dusche durfte ich dann nicht mit. Es hieß, Wasser sei nicht gut für mich, aber dafür wurde mir ein neues Tattoo versprochen. Für die Jungs geht es bald weiter nach Bordeaux zur Club-Europameisterschaft. Wer weiß, vielleicht bringen sie mir ja einen Freund mit nach Hause.

Bis zum nächsten Jahr,
euer Wanderpokal

 

BS - MUC            15:8

BS - FrankN         15:8

BS - Hardfisch       15:6

BS - 7 Schwaben   15:9

BS - Heidees        15:12

BS - Frizzly Bears  15:6

 

 

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