Bad Skid qualifiziert sich für die Club-Europameisterschaft in Frankreich

 

Am Wochenende fand auf dem Polo-Feld in Frankfurt Nied die Qualifikation für die XEUCF in Bordeaux Ende September statt. Neben einigen Teams aus Deutschland nahmen auch Mannschaften aus Dänemark, Belgien und Luxemburg teil. Insgesamt spielten 12 Mannschaften um die 6 begehrten Startplätze bei der diesjährigen Club-Europameisterschaft, aufgeteilt in 3 Spots im Elitepool und 3 in so genannten Challenger Pool. Nachdem Bad Skid im Vorjahr die Qualifikation zum Elitepool leider verpasste, war in diesem Jahr das Ziel klar. Um sich an der Atlantikküste von Beginn an mit den Topteams messen zu können, sollte dieses Jahr die Qualifikation für den Elitepool erreicht werden.

EUCR 13 Frankfurt gegen MUC

Doch das Turnier begann ein wenig stockend. Gegen den „Kopenhagen Frisbee Klub“, kurz „KFK“ startet Bad Skid nicht optimal in das Spiel. Obwohl die D-Line die Dänen immer wieder zu Fehlern zwingen konnte, schaffte sie es anschließend nicht immer, diese Fehler in Punkte zu verwandeln. Trotzdem war das Spiel nie gefährdet und einige sehr einfache Punkte verhalfen letztlich doch zu einer klaren Führung. Je länger das Spiel lief, desto sicherer wurde dann auch die Defense-Line und desto größer wurde der Abstand auf dem Scoreboard. Am Ende hieß es 15-6 und der erste Sieg in dem Pool aus 3 Mannschaften war bereits eingefahren.

Im zweiten Poolspiel wartete dann ein bekannter Gegner. MUC aus München hatte zuvor ebenfalls KFK geschlagen und so ging es im zweiten Spiel schon um den Gruppensieg und gleichzeitig darum, ein Überkreuzspiel zu vermeiden, indem man sich als Gruppenerster direkt für das Viertelfinale qualifizierte. Doch, dass die Münchner den selben Plan hatte zeigte sich früh, als diese Fehler auf Bad Skid Seite gnadenlos bestraften, während sie selbst fast fehlerlos blieben. Weder die Offense noch die Defense von Bad Skid fand richtig in das Spiel und so stand es zur Halbzeit 8-6 für München. Nun war auch den letzten klar, dass dieses Spiel nur mit großem Kampfgeist noch gewonnen werden konnte. Doch obwohl jetzt alle motiviert waren gelang es anfangs nicht den nötigen Druck auf den Münchner Angriff aufzubauen. Der Wendepunkt des Spiels war ein Handblock in der Endzone der Gegner, gefolgt von einem Kampfschrei der gewaltigen Art, der wie ein Weckruf für das ganze Team zu sein schien. Plötzlich machten die Bayern Fehler, welche nicht nur von badischen, sondern auch von schwäbischen Spielern eiskalt bestraft wurden. Die Defense wurde immer stärker, der Rückstand kleiner und schon bald war ein Vorsprung daraus geworden. Die D-Line war nun voll im Spiel und München schien nichts mehr entgegenzusetzen zu haben. Endstand: 15-12. Durchatmen. EUCR 13 Frankfurt gegen MUC 2

Am Abend stand dann schon das Viertelfinale auf dem Programm. Sicherlich ein wichtiges Spiel. Erneut wartete ein bekannter Gegner. Dieses Mal aus der deutschen Hauptstadt. Berlin hatte zuvor Hamburg in einem Crossover Spiel geschlagen und somit für das Viertelfinale qualifiziert. Doch das Spiel gegen Hamburg schien den Berlinern noch in den Knochen zu hängen. Untypische Fehler, Unkonzentriertheit, vielleicht auch fehlende Kraft auf Seiten von „Wall City“ machten das Spiel viel einseitiger als dieses Duell in der Regel ist. Das Spiel endete 15-5 und damit war der Halbfinaleinzug für Bad Skid perfekt.

Das Abendprogramm war dann nicht besonders ausgedehnt. Schnell wurde geduscht, Pizza bestellt und dann ging es schon ins Bett. Alle waren mit dem Kopf schon beim Halbfinale. Ragnarok hieß der Gegner den es dort zu schlagen galt. Die dänische Mannschaft war dieses Jahr zur Vorbereitung in Amerika, die Dänen scheinen es also ganz schön ernst zu nehmen. Und somit war nicht ganz klar, was den deutschen Meister in diesem Spiel erwarten würde. Klar war jedoch von Anfang an, was den dänischen Meister erwarten würde. Eine extrem harte Defense und eine sehr souverän spielende Offense. Bad Skid bestrafte jeden Fehler der Skandinavier. Eine nahezu perfekte erste Halbzeit endete 8-4. Doch ein Spiel hat bekanntlich 2 Halbzeiten und Ragnarok kam stärker den je aus der Halbzeit. Plötzlich schienen nicht nur deren Trikots zu brennen. Der Gegner fing an Breaks aufzuholen und die Bad Skid O-Line fing an Fehler zu machen. Das Momentum war jetzt klar in der Hand von Ragnarok. Beim Spielstand von 13-13 schien vieles gegen Bad Skid zu sprechen. Doch zum richtigen Zeitpunkt in dieses Spiel fand die Offense zurück zu ihrem sicheren Spiel und erzielte das wichtige 14-13. Nun lag es an der Defense ebenfalls zu alter Stärke zurückzufinden, um das Spiel zu gewinnen. Und ja, die Defense tat genau das. In ihrer eigenen Endzone mussten sich die Dänen dem unfassbaren Druck beugen und die Scheibe wegwerfen. Der Rest war Makulatur, das Spiel endete 15-13. Den Elite-Platz gesichert und Finaleinzug perfekt gemacht. Der Tag schien gut zu werden. Das Wetter schien jedoch nichts davon mitbekommen zu haben, denn es fing an immer stärker zu regnen.

Das Finale kann nun fast schon als Klassiker bezeichnet werden. Ein weiteres Mal hieß der Gegner Heidelberg. Durchaus ein Finale mit Tradition, obwohl nicht unbedingt bei diesem Turnier. Für Bad Skid stand also mehr auf dem Spiel wie nur das Seeding in Bordeaux. In diesem Spiel ging es um die Kräfteverhältnisse im deutschen Ultimate und nicht zuletzt auch um eine Revanche für die bittere Niederlage im Universepoint bei der zweiten Top16 Relegation auf heimischem Boden. Trotz des Regens verlief das Spiel relativ typisch. Hochklassiges Ultimate mit schönen Punkten und nahezu ohne Fehler. Aber genau diese wenigen Fehler auf Heidelberger Seite konnte die D-Line von Bad Skid mehrfach zu zählbarem verwandeln und somit die Halbzeit beim Stand von 8-4 holen. 8-4, da war doch was. Nein, keiner wollte mehr so einen Einbruch erleben wie im ersten Spiel des Tages und keiner wollte ein enges Spiel haben. Und so gab jeder noch ein bisschen mehr, kämpfte in der Defense noch ein bisschen härter und obwohl Heidelberg ein Break gelang, schaffte die O-Line von Bad Skid dieses Mal die Konstanz zu wahren und den Sieg mit 15-12 nach Hause zu bringen. 

EUCR 13 Frankfurt GruppenbildZiemlich durchnässt aber glücklich über die gelungene Qualifikation für die XEUCF gilt es nun nach vorne zu schauen. Der Ultimate-September beginnt mit einen Trainingswochenende mit den „Flying Angels“ aus Bern, die nächstes Wochenende zu Gast in Gemmrigheim sein werden, dann kommt auch schon die deutsche Meisterschaft Mitte September. Den Abschluss macht dann die Europameisterschaft in Bordeaux.

Bad Skid – ready for the big competition

Stay tuned  

Get more Joomla!® Templates and Joomla!® Forms From Crosstec