Bad Skid besteht Härtetest auf der Insel

Am Wochenende folgte Bad Skid einer Einladung zur ersten UK Tour nach London, um sich dort mit den englischen Top-Teams zu messen. Die weite Reise auf die Insel trat fast das komplette Team an. Einzig auf die beiden Auslandskorrespondenten Theo Nägele (Kanada) und Nils Reinert (Schweiz) musste die Mannschaft verzichten.

Auf dem Trainingsgelände von Arsenal London im etwas außerhalb von London liegenden London Colney traten also am Samstagmorgen 20 hochmotivierte Spieler zum ersten Turnier der diesjährigen UK Tour an, zu der seit einigen Jahren auch internationale Top-Teams eingeladen werden. Das Turnier unterteilt sich im Open-Bereich in 3 unterschiedliche Leistungsklassen, wobei in der oberen Leistungsklasse zunächst 3er-Pools ausgespielt werden. Es folgen Überkreuzsspiele, Viertel- und Halbfinalspiele und Platzierungsspiele.

Für die an 3 gesetzte Mannschaft von Bad Skid stand zunächst die Mannschaft Dog eat Disc (DeD) aus Thame auf dem Programm. In einem hochklassigen Spiel überzeugte Bad Skid vor allem mit einer starken Verteidigung und konnte relativ früh mit einigen Breaks in Führung gehen und den Sieg ungefährdet einfahren. Final Score: 15:9

In der kurzen Pause bis zum nächsten Gruppenspiel kamen dann endlich die neuen Game-Time Shirts an. Höchst motiviert und überaus gutaussehend startete das Team dann in die Vorbereitung für das Spiel gegen die Defense-Line des amtierenden europäischen Clubmeisters Clapham Ultimate. Das Spiel gestaltete sich am Anfang genau wie erwartet: Hart und absolut auf Augenhöhe. Ein kurzzeitiger Rückstand von 4:2 konnte durch eine starke Verteidigungsarbeit wieder korrigiert werden und so stand es zur Halbzeit 7:8 für Bad Skid. Im weiteren Verlauf des Spiels konnten die Spieler von Bad Skid jedoch noch einen Gang höher schalten und den Druck in der Defense erhöhen. Dies führte dann zu einigen Fehlern beim Gegner und so endete das Spiel mit einem deutlichen 15:10 Sieg.

Als Gruppensieger kam es dann am Samstagabend zum Show-Down gegen die O-Line von Clapham, die ebenfalls ihre Gruppe gewinnen konnten. Selbstverständlich wollten die Spieler aus London das interne Duell mit der eigenen D-Line gewinnen und waren ebenso motiviert wie die Spieler von Bad Skid, die nun schon zum zweiten Mal gegen das vermeintlich Beste Team Europas antreten durften. In einem Spiel mit sehr wenigen Turnovern und noch viel weniger Breaks gelang es Clapham letztlich den einen Fehler mehr zu erzwingen und zum Punkt zu verwandeln. So ging das Spiel am Ende knapp mit 15:13 verloren.

Nach einem kurzen Abendessen in einem typisch englischen Pub ging es dann am Samstagabend relativ früh ins Bett, denn am Sonntag stand schon das Viertelfinale gegen Fire of London auf dem Programm. Das Spiel war geprägt von untypischen Fehlern auf beiden Seiten. Der Mannschaft gelang es nicht eine deutliche Führung herauszuarbeiten, obwohl die Chancen hierzu durchaus vorhanden gewesen wären und so konnten die Englänger immer wieder ausgleichen. Eine logische Konsequenz daraus war, dass es nach schon abgelaufener Zeit schließlich zum alles entscheidenden Universe-Point kam. Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, meinte es der Wind und das Schicksal nicht gut mit uns und es gab nach einem langen Pass ein Sprungduell von 3 Spielern in rot und einem Spieler im schwarzen Bad Skid- Shirt. Es ist eigentlich unnötig zu sagen, wer diesen Pass gefangen hat, an dieser Stelle sei nur vom ganzen Team gesagt: Danke Nico, du hast uns den Arsch gerettet.

Noch während des frenetischen Jubels über den knappen aber verdienten Sieg gegen Fire kam die Nachricht, dass in genau 7 Minuten das Halbfinale auf dem Plan stand. Etwas in Eile und quasi ohne Warm-up ging es dann also direkt zum Cheer auf das benachbarte Feld. Gegenüber stand kein geringerer als Chevron aus Manchester, der amtierende europäische Vize-Meister. Die Vorzeichen standen also nicht wirklich optimal, doch es entwickelte sich ein überragendes Spiel. Die Offense-Line von Bad Skid gab so gut wie keine Scheibe ab und punktete ein ums andere Mal und als die Defense-Line dann vor der Halbzeit 3 Breaks in Folge holte waren die Briten schon fast geschlagen. Auch in der zweiten Halbzeit fand das Team aus Manchester keine Mittel gegen die Starke Verteidigung von Bad Skid und so endete das Spiel nicht nur mit einem deutlichen 14:8, sondern auch mit einem Finaleinzug.

Und so endete der Sonntag ähnlich wie der Samstag mit einem Spiel gegen die O-Line von Clapham, die im Halbfinale ihre D-Line geschlagen hatte. Zunächst unterschied sich das Spiel lediglich in der Trikotfarbe vom Vortag, doch bald stellte sich heraus, dass das rote Finalshirt an diesem Tag kein Glück bringen sollte. Einige leichte Fehler, einige Unkonzentriertheiten, so wie viele verlorene Sprungduelle führten zu einem 4:8 Rückstand zur Halbzeit. Trotz großen kämpferischen Einsatzes gelang es jedoch nicht, in der zweiten Halbzeit den Schalter umzulegen, was schließlich zu einer deutlichen, aber nicht ganz unverdienten Niederlage von 15:8 führte.

Trotz dieses Rückschlags am Ende, war das Turnier nach dem durchwachsenen Saisonstart in Hamburg eine gelungene Saisonvorbereitung. Ein Dank geht an alle Fans, die Zuhause mitgefiebert haben und an unsere beiden Teamkollegen Christoph „Kitsch“ Köble #42 und Martin Cronacher #71, die trotz Verletzungen die weite Reise angetreten sind, um das Team tatkräftig zu unterstützen.

Von den roten Bussen und schwarzen Taxis auf der Insel geht es in 2 Wochen dann weiter zum Käse und zu den Windmühlen in Amsterdam.

 

Staytuned.

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